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Brasilianischer Tapir
Tapire (Tapiridae) Das Verbreitungsgebiet der Tapire sind die dichten Wälder und Graslandschaften Südamerikas und Südostasiens. Sie sind ungesellige, vorsichtige Waldbewohner, die offenes Gelände meiden und auf die Nähe von Wasser angewiesen sind. Diese bis
Gorilla
Menschenartige (Hominoidea) Menschenartige waren ursprünglich in vielen verschiedenen Arten über die gesamte Alte Welt verbreitet, wurden aber vom Menschen immer weiter zurückgedrängt und sind heute nur noch in den Wäldern der tropischen Regionen anzutreffen. Menschenartige

  


Gorilla

(Gorilla)

1. Allgemeines Gorillas sind die größten Menschenaffen und dem Menschen neben Schimpansen und Orang-Utans in ihrem Aussehen und ihren Verhaltensweisen am ähnlichsten. Gorillas waren ursprünglich über weite Gebiete ganz Afrikas verbreitet, kommen aber heute nur noch in den Wäldern im Westen Zentralafrikas und im Osten Mittelafrikas vor.

2. Körperbau Der männliche Gorilla kann eine Größe von bis zu zwei Metern bei einem Gewicht von 200 Kilogramm erreichten; die Weibchen erreichen nur die Hälfte dieses Gewichts und sind wesentlich kleiner. Die Haut beider Geschlechter ist schwarz gefärbt, das mittellange Fell ebenfalls. Im Alter ergrauen die Männchen (Silberrückenmännchen). Die Tiere haben eine kurze, unbehaarte Schnauze, eine flache, mit nach außen gestellten Nasenlöchern versehene Nase, sowie relativ kleine Ohren und Augen mit vorstehenden Augenbrauenwülsten. Das Gehirn des Gorillas ist kleiner als das des Menschen, in seinem Körperbau ähnelt er jedoch dem Menschen sehr stark. Die Arme des Gorillas sind wesentlich länger, die Beine kürzer.

3. Sozialverhalten Gorillas leben in kleinen bis mittleren Trupps, die aus einem älteren Männchen, ein bis zwei untergeordneten jüngeren Männchen und mehreren Weibchen mit ihren Jungen bestehen. Die herangewachsenen männlichen Jungtiere verlassen die Herde, schließen sich einem rein männlichen Trupp an oder versuchen, sich eine Leittierposition zu erkämpfen.

Die Herden durchstreifen ein Gebiet von etwa 20 Quadratkilometer, das jedoch nicht festgelegt ist. Gorillas kennen keine Revierkämpfe. Beim Aufeinandertreffen zweier Trupps trommeln sich die Männchen mit den Fäusten auf die Brust, dies ist jedoch kein Kampfsignal, sondern lediglich eine Demonstration potenzieller Stärke.

Die Männchen verbringen fast ihr ganzes Leben auf dem Boden, wo sie sich auf flachem Fuß und aufgestützt auf die Fingerknöchel auf allen Vieren bewegen, während die Weibchen und die Jungen auch auf Bäume klettern. Tagsüber durchstreifen Gorillas das Gelände auf der Suche nach Nahrung: Sie ernähren sich ausschließlich vegetarisch von Pflanzen und Früchten; Fleisch u.Ä. scheinen sie nur in Gefangenschaft als Nahrung zu akzeptieren. Abends werden Schlafnester aus Zweigen und Blättern errichtet, die – wenn vorhanden – auf Bäumen oder auf dem Boden gebaut werden. Gorillajunge bis zum Alter von drei Jahren teilen das Schlafnest mit der Mutter. Männliche Gorillas schlafen immer auf dem Boden.

Gorillas sind friedliebende Tiere; nur bei ernsthafter Bedrohung sind sie bereit zu kämpfen, wobei sie ihrem Gegner mit ihrem starken Kiefer und den schweren Pranken schwere Verletzungen beibringen können. Auch Weibchen sind bei Bedrohung ihrer Jungen kampfbereit, lassen sich aber widerstandslos töten, wenn das Leittier bereits besiegt wurde. Gorillas haben abgesehen von Leoparden keine natürlichen Feinde.

4. Fortpflanzung und Entwicklung Weibchen werden mit ungefähr sieben Jahren geschlechtsreif, Männchen erst mit neun Jahren; nach einer Pubertät von fünf Jahren gilt das Männchen als erwachsen. Eine Paarung ist während des ganzen Jahres möglich, der Fortpflanzungszyklus gleicht dem des Menschen. Die Tragezeit dauert neun Monate. Das Junge, das bei der Geburt nur um die zwei Kilo wiegt, ist bis auf die Kopfbehaarung beinahe nackt, die Haut ist noch rosig und die Augen fast blind. Nach zwei Monaten beginnt es herumzukriechen, nach weiteren sieben Monaten kann es aufrecht laufen und klettern. Es wird ein Jahr lang von der Mutter gesäugt. Gorillas können bis zu 30 Jahre alt werden.

5. Gefährdung Man unterscheidet die westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) , die vor allem im Tiefland von Kongo leben, und die östlichen Berggorillas (Gorilla gorilla beringei) , die die Berge im Westen und Osten des Kiwusees bewohnen.Gorillas gelten als massiv vom Aussterben bedroht. Besonders Berggorillas sind sehr stark gefährdet. Weltweit findet man heute nur noch etwa 650 Exemplare. Waren die Tiere früher vor allem wegen der starken Bejagung bedroht, so ist es jetzt vor allem die zunehmende Zerstörung der Lebensräume, die den Bestand weltweit immer weiter zurückgehen ließ. Eine Gruppe von Berggorillas aber, die im Gebiet um die Virunga-Vulkane lebt, macht nun doch Hoffnung auf eine Rettung des Bestands. Die African Wildlife Foundation (AWF) gab bekannt, dass diese Gruppe im vergangenen Jahrzehnt trotz heftiger Kriegswirren in Zentralafrika um etwa zehn Prozent von 320 auf 355 Tiere angewachsen ist. Das Anwachsen der Population ist umso erstaunlicher, als in den letzten Jahren zusätzlich noch etwa 15 Berggorillas von Kriegsflüchtlingen getötet wurden, die so ihr eigenes Überleben zu sichern versuchten. Trotz des erstaunlichen Ergebnisses, das die AWF vorlegte, können die letzten Berggorillas auch weiterhin nur dann überleben, wenn der Mensch sich bewusst für den Schutz und somit die Erhaltung der bedrohten Arten einsetzt.

6. Systematik Gattung aus der Familie der Menschenaffen (Pongidae) mit einer Art: Gorilla (Gorilla gorilla) .

Unterarten: Berggorilla (Gorilla gorilla beringei) Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla)