Fledermäuse

(Microchiroptera)

1. Verbreitungsgebiet Fledermäuse sind auf der ganzen Welt verbreitet; Ausnahmen sind unfruchtbare Wüsten und Polargebiete.

2. Körperbau Fledermäuse sind nachtaktive Tiere mit Flughäuten, die jedoch auch laufen und klettern können. Sie erreichen eine Spannweite von 20 bis 90 Zentimetern. Für Zoologen interessant sind Fledermäuse vor allem wegen der ungewöhnlichen Art, sich zu orientieren: Mit einer Ultraschall-Echopeilung sind sie in der Lage, auch bei völliger Dunkelheit kleinste Hindernisse zu orten. Auf dieses Orientierungssystem sind sie angewiesen, da ihre Augen sehr schwach sind.

3. Fortpflanzung Auch die Fortpflanzung der Fledermäuse ist an das Leben in der Luft angepasst: das nackt und blind geborene Junge hält sich sofort nach der Geburt mit den Füßen, der Daumenkralle und den zu Greifzangen umgestalteten Milchzähnen im Fell der Mutter fest. Diese säugt ihr Junges mithilfe ihrer beiden Zitzen und schleppt es etwa drei Wochen lang mit sich herum - sogar beim Fliegen.

4. Sonstiges In höheren Breiten ziehen sich die Tiere zum Winterschlaf in Scharen in ihre Schlupfwinkel zurück. In Mitteleuropa kommen nur wenige Arten vor: z.B. der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) , das Große Mausohr (Myotis myotis) , die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) und die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) .

5. Systematik Unterordnung aus der Ordnung der Fledertiere (Chiroptera) .

Familien:Blattnasen (Phyllostomidae) Echte Vampire (Desmodontidae) Glattnasen-Freischwänze (Emballonuridae) Glattnasen-Verwandte (Vespertilionidae) Großblattnasen (Megadermatidae) Hasenmäuler (Noctilionidae) Hufeisennasen (Rhinolophidae) Mausschwanzfledermäuse (Rhinopomatidae) Rundblattnasen (Hipposideridae) Schlitznasen (Nycteridae)



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